Literaturliste

Nachdem ich immer wieder Literaturtipps gebe und Sachen verlinke, wollte ich diese mal auflisten. Das ist ein work in progress, wenn mir etwas neues ein- oder auffällt versuche ich, es hier hinzuzufügen.

Leider ist es so, dass ich zu vielen Themen die guten Sachen (nur) auf Englisch kenne, deshalb gibt es auch eine Literaturliste auf Englisch. Hier also nur die deutschsprachigen Sachen.

Zu Transthemen

Bücher

Hier kenne ich auf Deutsch nicht wirklich viel, was ich empfehlen würde. Viel, was geschrieben sind, sind Autobiografien mit m.E. wenig Inhalt, der von allgemeinem Interesse ist. Aber hier einmal das, was mir sonst so einfällt.

  • Begegnungen auf der Transfläche, eine Liste von Anekdoten mit Alltagserfahrungen von Transmenschen. Sehr humorvoll geschrieben und zeigt m.E. viel der Lebensrealität von Transmenschen. Die Autor_innen machen auch sehr schöne Lesungen.
  • Ich bin (k)ein Mann, von Jula Böge. (Der Link verweist auf ihre Website, wo einiges des Buchinhalts schon geschrieben steht). Gedanken aus einer Transgender-Perspektive von einer Person, die im Alltag als Mann aber sonst auch viel als Frau lebt. Besonders interessant sind m.E. ihre Beobachtungen darüber, wie Geschlechtszuschreibung im Alltag tatsächlich funktioniert.
  • Udo Rauchfleisch ist m.E. der einzige, der sinnvolle „medizinische“ Bücher über Transgeschlechtlichkeit geschrieben hat.

Zwei Autobiographien finde ich dann doch noch interessant:

Links

Folgende deutschsprachige Texte verlinke ich gerne:

  • Die Altdorfer Empfehlungen, die beste, mir bekannte Beschreibung der Situation von Transmenschen und ihrer bestmöglichen Behandlung aus medizinischer Perspektive
  • Keine Patienten im klassischen Sinn, Text von Dr. Seikowski über die psychische Behandlung von Transmenschen und wie wenig das häufig sinnvoll ist.

Therapeutisches/Care

Hier sammele ich mal alles zusammen, was im weitesten Sinn mit „Verbesserung der eigenen Befindlichkeit oder der einer anderen“ zu tun hat, also mit Formen von Psycho- oder Körpertherapie, Selbsterfahrung, Self-Care, Community-Care, Traumatisierung usw. Vielleicht wird das auch mal auseinandergenommen, aber erst einmal als grobe Kategorie.

Links

  • Steinmädchen schreibt recht viel dazu, z.B. ihre Tags Diagnosespaß, Pathologisierung, Psychiatrie oder Selbstfürsorge.
  • Ein Artikel von Respect My Fist über Angst und wie sie politisch ist, aufbauend auf einem Artikel von Lantzschi der sehr gut auch mein Erleben beschreibt, mit ihrem zugehörigen Lied.
  • Der Muttertag und die Leerstelle, über das veränderte Erleben, wenn die Mutter aus dem Leben gestrichen werden musste. Und ja, wir leben noch!
  • an.sprüche: Wer liebt sich schon ständig selbst? von Julischka Stengele, endlich mal etwas kritisches zu Selfcare und dem Victim-Blaming, was auch dahinter steht.
  • Geil, Resignation!, cooler Artikel über Achtsamkeit, und wie sie zu Passivität führen kann.
  • Warum ich den Valentinstag überflüssig finde, von Leyla Yenirce im Missy Magazin. Beschreibt gut die gesellschaftliche Verknüpfung von Beziehung und Care/Füreinander-Da-Sein: „In unserer Gesellschaft geht Liebe aber mit Normen einher, die das Leben auch zur Hölle machen können. Vor allem für diejenigen, die in Abwesenheit von Liebe leben. Wer romantische Liebe erfährt und letztendlich von ihr profitiert, ist festgelegt. Den Menschen, die es geschafft haben, jemanden zu finden, der*die sich ernsthaft um sie kümmert, kommt die Fürsorge und Unterstützung eines*r Partner*in zugute.“
  • Eure Blicke sind meine Waage auf The Sexist Meme, beschreibt schön, wie das Verändern des eigenen Körperbilds nichts an der Diskriminierung ändert.

Spirituelles

Auf Englisch habe ich schon recht viel gefunden, was sich mit den Schrägheiten der spirituellen Subkultur auseinandersetzt, siehe meine Literature List. Auf Deutsch ist es das noch übersichtlich. Hier mal, was ich bisher gefunden habe:

  • Gesetz der Resonanz über das Victim-Blaming (Schuldumkehr), dass durch den Glauben an das „Gesetz der Resonanz“ entsteht: wenn ich mir meine Welt durch mein Denken schaffen kann (Pipi Langstrumpf: „ich mache mir die Welt„), dann waren alle Leute, denen es gerade nicht gut geht, wohl einfach nur zu blöd richtig zu denken. Das erzeugt großen Druck für Menschen in schwierigen Situationen in solchen Kontexten (ist übrigens in Teilen der fundamentalisch-christlichen Szenen das Gleiche).
  • „Achtsamkeit ist ein Tranquilizer“, Kritik an Mindfulness und dem Fokus auf das Selbst.
  • Spiritual Bypassing – 10 Wege, die Realität zu vermeiden, endlich mal ein deutschsprachiger Text über Spiritual Bypassing.
  • Der Unsinn vom ständigen Leben „im Hier und Jetzt“, beschreibt schön, was mir da schon lange durch den Sinn ging, wir müssen schließlich planen, damit das Leben läuft und aus der Vergangenheit lernen, damit wir nicht zu viele Fehler wiederholen.

Sexismus und Rassismus

Ich fasse mal die beiden Punkte zusammen weil ich insbesondere die Überlappungen interessant finde.

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Eine Antwort zu Literaturliste

  1. Pingback: Anfang einer Literaturliste | wunder2welt

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