Regional und saisonal kochen – auch im Winter?

Ich habe leider nicht viel Ahnung davon, was wann wo wächst bzw. reif ist, aber bekomme das beim Biohändler meines Vertrauens ganz leicht über die Preise mit. Wenn die Paprika 6,99€ pro Kilo kosten, dann weiß ich dass das Luxus ist. Was dann übrig bleibt kann eine vor gewissen Herausforderungen stellen, um es interessant zu kochen. Hier zwei Gerichte, die sich bei mir so ergeben haben, komischerweise kommt immer Garam Masala drin vor:

Wirsing mit Pilz-Mirin-Sauce

  • Pilze
  • Zwiebeln
  • Öl (Sonnenblumenöl, oder etwas anderes zum Braten)
  • Wirsing (die äußeren Blätter)
  • Garam Masala
  • gemahlener Kümmel
  • Mirin
  • Sojasauce

Vom Wirsing die äußeren Blätter abschneiden, putzen und bei ihnen die dicken Adern/Zweigchen/Stiele (weiß nicht, wie das heißt) flach schneiden. Was dabei abgeschnitten wurde klein schneiden. Die Pilze säubern und klein schneiden, die Zwiebeln schälen und fein würfeln. In einem Dampfkochtopf zuerst die Zweigchen-Schnipsel anbraten, und dann Zwiebeln und Pilze andünsten bis die Zwiebeln glasig sind. Garam Masala und Kümmel drauf und leicht anrösten. Mit Mirin, Sojasauce und Wasser ablöschen, so dass insgesamt genug Flüssigkeit für das Kochen im Dampfkochtopf da ist (ggf. in der Bedienungsanleitung nachschauen, bei mir sind es zwei Tassen). Die Mischung von Mirin und Sojasauce gibt den Geschmack, ggf. noch nachjustieren oder nachsalzen. Die Wirsing-Blätter darauflegen und dann auf der Biostufe 6 Minuten garen.

Wer es schön anrichten will, könnte anschließend zuerst einen Haufen mit den Blättern machen und die Sauce drübergießen. Es wäre auch möglich, die Sauce noch anzudicken oder einzukochen.

Dazu passen Kartoffeln und Räuchertofu.

Wurzelgemüse-Kasserole

  • Verschiedenes Wurzelgemüse, wie Karotten, Pastinaken, Süßkartoffeln
  • Kartoffeln, scheint ziemlich egal zu sein, ob mehlig, vorwiegend festkochend oder festkochend
  • Kürbis, Hokkaido oder Butternut (ich finde Butternut am leckersten, Hokkaido gibt es aber häufiger)
  • Lauch
  • Pilze
  • Garam Masala
  • Frischer Rosmarin oder auch Salbei oder vielleicht Thymian, getrockneter geht auch
  • Olivenöl
  • vielleicht Räuchertofu oder weißer Käse (z.B. Feta)

Die Gemüse kommen  nacheinander in die Kasserole, meistens reicht die Zeit zwischen zwei Schüben um die Runde vorzubereiten, ich erkläre trotzdem erst die Vorbereitung und dann das Backen.

Das Wurzelgemüse putzen und schälen, falls nötig und in ca. 2cm große Würfel schneiden. D.h. die dünneren Teile werden nur in Stücke geschnitten, die dickeren vorher noch längs halbiert oder geviertelt. Kartoffeln am Besten auch putzen, Augen u.ä entfernen und am Besten mit Schale in gleich große Würfel schneiden. Den Kürbis halbieren, mit einem Löffel die Kerne entfernen und mit einem scharfen großen Messer zu erst in Streifen und dann in Stücke schneiden (gleiche Größe). Die Schale bleibt dran. Vorsicht, ich habe mich bei der Aktion schon ein paar mal geschnitten. Den Lauch längs halbieren, in ca. 1cm. dicke Streifen schneiden, diese in einen Durchschlag (oder Seier, also ein großes Sieb) geben, und unter fließendem Wasser auseinandernehmen und abspülen. Dabei geht der Dreck zwischen den Schichten ganz gut weg. Die Pilze putzen und vierteln. Den Rosmarin waschen, ausschütteln und die Blätter abzupfen.

Den Backofen auf ca. 180° vorheizen. Eine Kasserolle/Auflaufform mit Olivenöl einfetten. In der ersten Runde das Wurzelgemüse in die Kasserolle geben, Garam Masala und Olivenöl drübergeben und durch Umrühren verteilen, so dass alles Stücke halbwegs bedeckt sind. Ca 15 Minuten backen. Als nächstes die Kartoffeln und den Kürbis dazu und wieder so mit Gewürz und Öl bedecken. Wieder da. 15 Minuten backen. Dann das gleiche Spiel noch einmal mit Pilzen, Lauch und Rosmarin. In diesem Schritt kann auch Käse oder Tofu dazugegeben werden. Dann so lange backen bis alles ausreichend gar ist.

Wenn Tofu oder Käse dabei ist, reicht es als Mahlzeit, sonst würden Kichererbsen- oder Linsenbratlinge gut dazu passen und vielleicht ein Salat (z.B. Feldsalat, wenn es regional und saisonal sein soll).

Dieser Beitrag wurde unter Rezepte abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s