Political Witchcraft

So, last weekend I did some spellwork after a long hiatus where I didn’t do much, and I still have to work with a lot of limitations. But I want to share this because I was working about political issues and I think it is important for the witch/spiritual/whatever subculture to thing about what they want to do in difficult political situations and how our work can impact more than our immediate surroundings. (It is also important to realize that it is a privilege to be able to just think about immediate surroundings or even only inner emotional state, but that’s for another time).

So, the situation in Germany right now is crazy in my opinion. Many people call it the „refugee crisis“. There are a lot of refugees coming, and it is a challenge to house them and care for them, but it would be manageable if people and the different levels of government were willing to help. But since many are there a lot of gaps that are filled by volunteers who are working their asses off to make sure the refugees can somewhat find a place to recover and be in peace.

But as I see it, the main crisis is happening within the reaction of the German population to the coming of refugees. There is a lot of hatred, anger and violence, and I think most of it is rooted in some form of existential fear, caused by neoliberal precarisation and by a diversification of society that confuses people. And the part that bothers me most, is, that we now have factions in society („right“ and „left“) that are not able to talk with each other anymore, it’s just a „which side are you on“ then an exchange of opinions and a search for a compromise.

Ok, so much for the background. When thinking about this I thought that rational methods won’t help much anymore, the situation is stuck, and also I was really angry and frustrated at this, so I thought about how about do a ritual about it and call up some forces to fight against it. I also thought about trying to find more witches to do rituals together for this, but this will have to wait a bit.

So this is how the ritual went:

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Die Antidiskriminierungsstelle: Trans-Toiletten- oder Umkleideprobleme lassen sich doch regeln…

Update: die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Kommunikation wurde mir in der Zwischenzeit erteilt.

In Facebook-Trans-Gruppen gab es Diskussionen zu diesem taz-Artikel über eigene Zeiten zum Schwimmen für Trans*Personen. Dabei kam auch die Frage auf, wie das eigentlich rechtlich für Toiletten und Umkleiden geregelt ist, wer also wo ‚rein darf (also im Normalbetrieb oder auch in Kneipen). Oft wurde geäußert, dass Menschen, die rechtlich einem bestimmten Geschlecht angehören (also z.B. nach abgeschlossener VÄ/PÄ) auf jeden Fall das Recht haben, die für dieses Geschlecht gedachte Toilette oder Umkleide zu benutzen. Ich war mir da nicht so sicher und dachte mir, da frage ich mal bei der Antidiskriminierungsstelle(ADS) nach. Das war schon einmal gar nicht so einfach, auf ihrer Seite gab es keine E-Mail-Adresse und das Kontaktformular war nur für einzelne, konkrete, Diskrminierungserfahrungen, und auf der Facebook-Seite konnte ich nicht posten, bzw. wurde nicht geantwortet (die Meldungen von Facebook waren nicht so ganz eindeutig).

Also habe ich eine Facebook-Nachricht geschrieben, und den Kommunikationsverlauf möchte ich hier wiedergeben. Ich habe die ADS gefragt, ob die Veröffentlichung in Ordnung ist, und das wurde mir bestätigt, solange ich deutlich mache, dass es sich hierbei um eine Facebook-Kommunikation und nicht um eine Pressemitteilung handelt, das habe ich gemacht, also sollte es passen. Hier also die Kommunikation:

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Ehefrauen von Transfrauen

Ich habe in Transkreisen immer wieder ein ganz bestimmtes Muster gesehen, was oft viele Konflikte verursacht, deswegen möchte ich mal näher darauf eingehen. Wichtig ist mir hier dabei, dass es mir nicht darum geht, dass es bei allen Transmenschen so ist, oder in allen Beziehungen so läuft, aber die Dynamik, die ich hier beschreiben möchte, passiert eben doch immer wieder:

Viele Transfrauen versuchen lange, ihre Transgeschlechtlichkeit geheim zu halten, oft auch vor sich selbst und bemühen sich, ein möglichst unauffälliges Leben als Mann zu leben. Dabei heiraten sie oft auch, bekommen auch Kinder und leben ein ziemliches Bilderbuch-Kleinfamilienleben.

Mit der Zeit wird der Druck, die weibliche Geschlechtsidentität auszuleben, immer stärker. Das wird meist erst im Verborgenen ausgelebt, oft auch vor der eigenen Frau versteckt oder als einen Spleen, der mal auf dem Fasching o.ä. ausgelebt wird, dargestellt. Irgendwann geht es aber nicht mehr anders und es kommt das Coming Out, was dann oft für die Partnerin ein großer Schock ist. Warum das so ist, und was dann möglich ist, möchte ich im Folgenden beschreiben:

Ein bisschen ist der Schock nachvollziehbar, die Partnerinnen haben ja oft das Gefühl gehabt, in einer heilen Welt zu leben (Mann, Kinder, oft auch Haus und finanzielle Sicherheit, gute soziale Integration etc.) und für sie wird plötzlich anders, mit der (teilweise berechtigten) Angst, das Meiste davon (z.B. soziales Umfeld, finanzielle Sicherheit, gutes Umfeld für die Kinder) zu verlieren. Anders als die transitionierende Partnerin haben sie sich ja nicht schon Jahre/Jahrzehnte damit auseinandergesetzt und bewusst den Entschluss gefasst, das alles für die Möglichkeit, sie selbst zu sein, aufzugeben. Da wird das häufig als plötzlich und als egoistisch erlebt.

Dazu kommen oft noch klischeehafte Vorstellungen über Transgeschlechtlichkeit, die zu einer Abwertung der Partnerin führen können. Manchmal lässt sich das kitten, in dem geduldig aufgeklärt wird, das eigene Erleben transparent gemacht wird, und intensiv auf die Ängste der Partnerin eingegangen wird. Manchmal klappt es auch nicht. Es ist auch stark eine Frage des Umfelds, wenn das positiv ist, sind die Ängste der Partnerin (berechtigterweise) auch nicht so groß und sie wird nicht zu irgendetwas gedrängt.

Außerdem ist es natürlich so, das Partnerinnen die komplett hetero sind, sich nicht unbedingt eine Beziehung mit einer Frau vorstellen können. Das ist auch verständlich, und da bleibt manchmal nur ein kontrolliertes Auflösen der Beziehung, wo, wenn es gut läuft, noch eine Freundschaft übrigbleiben kann.

Zusätzlich gibt es noch das Gefühl des Betrogen-Seins auf Seiten der Partnerin, da die transitionierende Partnerin ja praktisch ein Doppelleben über viele Jahre enthüllt, damit also auch sagt, dass sie einen Teil von sich vor der Partnerin verborgen hat. Wie man sieht, tat sie das aus gutem Grund, trotzdem hat die Partnerin gedacht, dass sie alles wichtige über ihre Partnerin weiß, und ist dann sehr enttäuscht, wenn es nicht so ist.

Wie es dann weitergehen kann, ist unterschiedlich. Es gibt viel Drama und Ablehnung, und oft den Versuch, der Partnerin die Transition auszureden. Das halte ich für nicht praktikabel. Es ist m.E. für Transfrauen nur in wenigen Fällen möglich, ihre Identität auf ein paar Mal Ausgehen und evtl. ein paar weibliche Accessoires im ansonsten männlichen Outfit zu beschränken (solche Vorschläge kommen oft), meistens können sie ohne eine komplette Transition keinen Frieden finden, und dieser fehlende Frieden belastet die Beziehung langfristig so stark, dass sie auch keine Zukunft hat – abgesehen davon, dass die Transfrau unglücklich ist.

Wenn die Partnerin die Transition nicht akzeptieren kann – manchmal dauert es eine Weile, der Schock muss sich erst legen, es muss erst Gewöhnung an die neue Situation stattfinden – dann bringt es aus meiner Sicht eigentlich nichts, die Beziehung aufrecht zu erhalten. Das ist dann wirklich der Schrecken ohne Ende statt dem Ende mit Schrecken.

Ansonsten ist dann noch die Frage, ob die Partnerin die Transfrau immer noch sexuell und/oder romantisch anziehend findet. Dabei geht es oft viel darum, sich über das eigene Begehren klar zu werden, und eigenes nicht-heteronormatives Begehren zu akzeptieren. Ich habe es häufiger gesehen, dass die oft unbewusst wahrgenommene Geschlechtsnonkonformität der transitionierenden Person auch ein Anziehungspunkt war, warum die Partnerin überhaupt die transitionierende Person attraktiv fand. Das aber anzuerkennen kann viel des eigenen Selbstverständnis in Frage stellen und ist nicht leicht. Viele drücken sich vor dieser „Arbeit“ und beenden dann lieber die Beziehung (ok, vor allem habe ich das bisher bei Männern, die mit Transmännern zusammen waren, gesehen). Wenn also weiterhin eine Anziehung da ist, und die auch zugegeben wird, dann kann die Beziehung auch weitergehen. Ich finde es aber auch völlig legitim, wenn das eben nicht mehr der Fall ist und die Beziehung dann gemeinsam beendet wird. Menschen riechen je nach Hormonstatus ja z.B. anders, und wer tatsächlich monosexuell ist, wird die Person mit dem anderen Geruch vielleicht einfach nicht mehr anziehend finden.

Auch ohne sexuelle oder romantische Anziehung bleiben Menschen manchmal zusammen. Oft aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit oder weil die Beziehung schon vorher eigentlich mehr eine Freundschaft oder praktische Partnerschaft war. Das kann also auch gut funktionieren. Manchmal will die transitionierende Person dann aber ihre Sexualität neu ausprobieren, die ihr ja vor der Transition eher fremd war, und dann ist die Frage ob die Partnerin das außerhalb der Beziehung erlauben kann.

Soweit mal meine Gedanken dazu. Mir ist wichtig, dass die verschiedenen Reaktionen von Partner_innen oft eigentlich sehr nachvollziehbar sind, auch wenn sie verletzend sind, dass es aber meistens nichts bringt, wegen der Partnerin die Transition nicht zu machen.

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Alltägliche Übergriffe und Traumabearbeitung, Community und andere Fragen

Inhaltsinfo: Übergriffe und Trauma, Transphobie, Sexismus und so.

Ich habe ja schon zwei Beiträge über meine Versuche der Traumabearbeitung geschrieben und dann war lange Ruhe zu dem Thema. Jetzt möchte ich das Ganze noch einmal aufgreifen und meine verbliebenen Überlegungen zu Ende führen und ein kurzes Update über meine Versuche geben.  Weiterlesen

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Feministischer Porno

Da es ja bei meinem letzten Post zum Thema schon Diskussionen darüber gab, ob es so etwas überhaupt eben kann und ich auch ein paar Mal gefragt wurde, was das überhaupt sein kann, wollte ich dazu mal etwas schreiben. Das die Links in diesem Post zu expliziten Darstellungen führen können, ist irgendwie logisch, sicherheitshalber schreibe ich es aber noch🙂. Also, wer leicht schockiert ist, lieber erst einmal nicht klicken🙂. Vielleicht erst einmal eine Definition von mir: Feministischer Porno ist Porno, der weibliche Sexualität und Lust realistisch zeigen will und dabei von dem Schema Männer=Subjekte, Frauen=Objekte und generell dem male gaze weg will. Außerdem sind gute Arbeitsbedingungen für die Darstellenden wichtig, wie z.B. dass sie nur Dinge tun, mit denen sie einverstanden sind und die safer-sex-Ausrüstung benutzen können, die ihnen wichtig ist. Er richtet sich nicht ausschließlich an Frauen, sondern an alle Geschlechter – hat aber eben auch nicht ausschließlich Männer als imaginiertes Zielpublikum, wie es bei Mainstream-Porno oft der Fall ist. Ziel ist oft, ein Gegengewicht zu den oft eindimensionalen und Frauen objektifizierenden Darstellungen des Mainstream-Pornos zu bilden, und weiblicher Sexualität eine größere Sichtbarkeit zu verschaffen. Weiterlesen

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Psychological Effects Of FFS

When I had my facial feminization surgery (see also this article about it on autostraddle) with Facialteam in Mai, I was surprised that they not only had consent forms for the different procedures (that was to be expected), but also a „SPECIAL INFORMED CONSENT“ form for post-operative symptoms, that included a section for „EMOTIONAL IMPACT“, mentioning depression as a possible effect. They also advised psychological support for the post-operative phase (but I don’t find anymore where they wrote this).

Well, I thought that I am quite used to being depressed and to emotional turmoil, since it basically does come with the territory of tranistioning. Also I do have 20+ years of experience with psychotherapy so I expected this not to be an issue. And also, the main thing would be an improvement, finally being read as the correct gender, if anything, this should trigger euphoria and relief from stress, not depression or anxiety.

However, this might have been the first time in my life that I felt depressed for a while in the way that I here it from others with a diagnosed depression. I have been diagnosed with depression before, but especially in hindsight, I was just feeling bad because of a difficult life situation or because of not having transitioned, or in any case, I kind of knew what was going on. But I never had this feeling of not wanting to be among people or just feeling bad and dull without a reason. So that came with surprise. So here are some of the things that have happened:

  • I was very tired
  • I felt disconnected with people and didn’t want to go out
  • Sometimes I felt an unexplainable sadness
  • I was constantly tired, and sleeping didn’t help
  • I felt very self-conscious (also in the sense of „bad“) about my body
  • I felt fragile
  • I was shocked at sometimes still begin misgendered and at the fact that „female“ clothes still often don’t fit me
  • I am still very tired
  • But of course there were feelings of euphoria, of relief, and of finally being able to live my live.

For others who might have FFS and might experience similar effects, I will list potential dynamics that might contribute to these experiences. For me, FFS made the difference between being seen as a (male) freak and being seen as a woman. So, if you are in a similar situation, these thoughts might be applicable to you. Weiterlesen

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Nachruf an Celestina

tina

Sophia Gubb hat einen Nachruf geschrieben, den ich aufgreifen möchte. Ihr Tod gilt als Selbstmord, aber es ist klar, dass sie an den Folgen von Transphobie/Transmisogynie gestorben ist. Mehr möchte ich aus Respekt vor ihrer Privatsphäre zu den Umständen nicht schreiben. Auf jeden Fall ist sie aber eine Gefallene des Krieges, von dem Sophia spricht.

Auch wenn hier niemand einen Krieg erklärt hat, und es auch keine Sieger_innen geben kann (oder vielleicht doch?) fühlt es sich wirklich häufig so an. Wie ich schon in meiner Rede zum IDAHIT 2015 gesagt habe, fühlen sich Treffen von Transmenschen zum Austauch über Diskriminierung oft wie Veteranentreffen an – mit dem Unterschied, dass der Kampf weitergeht, sobald wir den „sicheren Raum“ (falls er überhaupt sicher ist) verlassen und wieder unter Menschen sind. Jede öffentliche Toilette oder Umkleide, jede Begegnung mit Bierflaschengrölern, der Versuch ein Paket bei der Post abzuholen oder mit der EC-Karte zu bezahlen kann stressig werden, Job oder Wohnung hängen oft an einem seidenen Faden oder sind sowieso schon weg. Oft ist das Anstrengendste aber die alltägliche Reaktion der Menschen, die uns begegnen, die uns immer wieder, und von den allermeisten Menschen, signalisiert, dass wir indiskutabel sind, ein Witz, geisteskrank, nicht als Menschen ernst zu nehmen. Das umso mehr, falls wir weiblich sind, oder nicht passen, oder nicht weiß sind.

Leider gibt es praktisch keinen Fronturlaub von diesem Krieg, er passiert jeden Tag, überall kann ein Hinterhalt sein, 1 muss ständig auf der Hut sein. Das gilt natürlich nicht nur für Transphobie, sondern auch für andere Diskriminierungsformen, insbesondere für Rassismus. Ich glaube, Transmenschen können hier auch viel von den Supportstrukturen lernen, die PoC für sich aufgebaut haben.

Wie Sophia schon geschrieben hat, der Kampf geht weiter, der Kampf darum, dass alle Menschen Respekt verdient haben, unabhängig davon, ob ihr Gegenüber sie versteht oder nicht, der Kampf, den auch Tina, auch durch ihre unerschrockene Präsenz gekämpft hat.

Hier noch ein Andenken an die „offiziellen“ Gefallenen des Jahrs 2014:

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